Freimaurerei heute


Die humanitäre Freimaurerei unserer Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.) versteht sich als eine humanitäre und im freimaurerischen Sinne moderne Ausrichtung, wenngleich auch in ihren Logen die unterschiedlichsten Facetten zu finden sind. Über das Selbstverständnis finden Sie mehr unter den Leitgedanken.

 

Der Ursprung der Freimaurerei, wir wir sie heute kennen, liegt im Jahr 1717. Schon immer war und ist sie auf das Leben im Hier und Jetzt gerichtet. Freimaurerei versucht durch den brüderlichen Umgang miteinander, ein Übungsstätte für unter anderem eine gerechtere und tolerantere Gesellschaft zu bilden.

Steigendes Interesse an der humanitären Freimaurerei in Deutschland

Nach Jahren der Stagnation bemüht sich unsere Großloge um eine starke Öffentlichkeitsarbeit ohne Verlust der freimaurertypischen Diskretion. Auch hierdurch kann sie erfreulicherweise seit einigen Jahren Wachstum und zunehmendes Interesse verzeichnen. Das Interesse an der Freimaurerei geht durch alle Altersgruppen, wobei erfreulich viele jüngere Männer an den Logentüren anklopfen.

In den Logen versammeln sich, den Alten Pflichten von 1723 entsprechend, Männer, "die sich im wahren Leben nie begegnet wären". Traditionell werden in die Logen Männer der verschiedensten Altersgruppen, Gesellschaftsschichten, Parteien, Religionen und Herkünfte aufgenommen. Diese bunte Mischung von Menschen, oft auch als "Gemeinschaft der Ungleichen" bezeichnet, trifft sich über alle noch zum Teil außerhalb der Logen bestehenden Schranken hinweg und begegnet sich bewusst auf Augenhöhe. Interessanterweise profitieren alle Beteiligten davon, weil sie ihr Leben gezielter und bewusster gestalten können, sofern sie die vielfältigen Eindrücke auf sich wirken lassen.

 

Damen, die daran interessiert sind, Freimaurerin zu werden, ist der Weg in die Freimaurerei nicht verwehrt. Wir möchten Sie bitten, sich direkt an die Frauen-Großloge von Deutschland zu wenden.

Logen bieten Übungsstätte für neue Gedanken

Logen pflegen den Meinungs- und Gedankenaustausch. Hier wird gerne und ergebnisoffen diskutiert, aber auch aktiv gehandelt. Die Basis für die zwischenmenschlichen Verhaltensweisen wird durch die monatlichen rituellen Handlungen gelegt, in denen die Bruderschaft als gelebter Bund den Zusammenhalt und den Umgang miteinander und mit der Umwelt erlernen kann. Die besondere Methodik der Freimaurerei ermöglicht es, dass Handwerker und Hochschullehrer, Künstler, Beamte, Angestellte und Selbstständige aller Weltanschauungen gleichberechtigt und erfolgreich an gemeinsamen Aufgaben arbeiten können. Diese solidarische Kraft ermöglicht gut funktionierenden Logen in Geschichte und Gegenwart vergleichsweise große Aufgaben bewerkstelligen zu können.

Damit versteht sich eine Loge auch als Übungsstätte für jedes einzelne Mitglied: Was man in der Loge an Verhaltensmustern erprobt und erlernt hat, kann man auch außerhalb der Loge umsetzen. Dabei verabschieden die Logen keine Resolutionen und delegieren deren Erledigung, sondern sie beginnen im Kleinen und als Einzelpersonen mit dem persönlichen Erkenntnisprozess und lassen die Umsetzung im Kleinen folgen. In der Summe können sich gleichwohl beachtliche Folgen ergeben.